Seltsame Welten des Einkaufens

Heute war ich mal wieder in den Lokalen Einkaufsmöglichkeiten unterwegs. Es hätte alles so normal sein können wären da nicht 2 Probleme: Erstens: Der Ort in dem ich einkaufen wollte nannte sich Löbau, eine sagen wir mal Kleinstadt im Osten Deutschlands. Kleinstädte haben in der Regel die Größe von Dörfern in Großstadtnähe. Das zweite Problem, welches ohne das erste Problem kein Problem wäre: Es war Samstag Nachmittag.

Ich ging also durch die Haupteinkaufsstraße die sonst mäßig gefüllt ist. Doch Samstag gegen 14 Uhr, in anderen Städten herrscht dann Hochbetrieb in den Einkaufsstraßen (glaube ich) ist diese Straße Menschenleer.

Diese Menschenleere begründet sich damit, dass die Geschäft in dieser Stadt Samstags gegen 11 Uhr, spätestens 12 Uhr schließen. Außer natürlich die Filialen der Supermarktketten. Also ging ich dann doch in den Edeka.

Auf den Ersten Blick dachte ich, ich sollte da klauen um mir 50€ zu verdienen, was sich dann doch als Missverständnis herausstellte:

Im Geschäft selbst gehe ich jedes mal zu den Bionade Flaschen um zu schauen was für Getränke daneben stehen, da diese mir am ehesten zusagen könnten. Zwar erwarte ich hier kein Mate, denn die scheint es hier im Umkreis von 100 Kilometern nicht zu geben, aber man kann ja mal schauen was da so rumsteht. Heute gab es allerdings nur „Exclusive imported Beer from Mexico“.

Auf dem Weg zur Kasse kam ich an der Mehrwegfalschenrückgabe (die Stelle an der man seine Pfandflaschen abgeben kann) vorbei und musste lachen. Damit man, während man darauf wartet dass eine nette Kassiererin einem die Flaschen abnimmt, sich nicht die Beine in den Bauch stehen muss, steht da eine Sitzbank. Diese sieht aus wie eine gepolsterte DDR Wartebank. (Bitte berichtigt mich, denn ich wüsste gern woher ich diese Art von Bänken kenne.)

(Dass Ich diese Bilder machte, weil ich zwischen den 50 Verschiedenen Nudelsorten keine Spagetti und nur linksgedrehte Spirelli fand, lasse ich hier besser unerwähnt.)

An Supermark Aus- bzw. Eingängen befinden sich häufig Bäcker. Wobei Bäcker hier eher mit der Köchin die eine Mikrowelle bedienen kann gleichgesetzt werden müsste. Egal. Jedenfalls hat dort tatsächlich jedes Produkt eine Artikelnummer. Ich freue mich schon auf das nächste mal: „Darfs nochwas sein?“ – „Ja ich hätte gern 5 Stück der Art.-Nr. 03248“ – Der Blick wird unbezahlbar sein.

Schlussendlich bewegte ich mich dann noch zu meinem Dönermann, in der Hoffnung, dass dort die Welt noch in Ordnung ist. Leider hatte ich vergessen, dass da lautstark Privatfernsehen läuft und dort um diese Zeit (aber auch sonst) irgend eine realistische Alltags Familiendoku läuft und uns „Kein Sex vor der Rente“ predigt.

Amen.

PS.: Briefmarken bekommt man Samstag nach 14 Uhr in Löbau gar nicht mehr. Aber die Bildzeitung.


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Ein Gedanke zu „Seltsame Welten des Einkaufens

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