Warum Kiffer Kriminelle sind…

Trinkst du nach getaner Arbeit gern mal ein Bier? Oder am Abend zum Tagesausklang auch mal einen guten Wein? Oder zum Anstoßen auf den runden Geburtstag einen Sekt? Vielleicht rauchst du auch zwischen durch, oder sogar Regelmäßig mal eine Zigarette? Oder entspannst du dich gern mit Freunden bei einer Schischa?

Ich glaube die meisten können wenigstens eine dieser Fragen mit Ja beantworten. Und jetzt stellt euch einmal vor Alkohol und Tabak wären verboten und würden strafrechtlich verfolgt! Dann wisst ihr ungefähr wie sich ein Cannabiskonsument fühlt, der sich gelegentlich zum entspannen mal einen Joint anzündet. Aber halt! Hier betrifft es nicht nur Menschen, welche eine Droge (Ja Alkohol und Nikotin sogar Coffeein sind auch Drogen) zum Entspannen oder Feiern benutzen, sondern auch Menschen, welche Cannabis als Medizin benutzen, denn Cannabis ist ein sehr wirksames und vielseitiges Medikament. Und das nicht weil Kiffer sich damit gern verteidigen, sondern weil es Menschen hilft, welche Beispielsweise unter Spastiken, chronischen Schmerzen, Depressionen, Übelkeit oder sogar an Krebs leiden. Gegen welche Krankheiten Cannabis noch hilft, könnt ihr zum Beispiel im Wikipedia Artikel „Cannabis als Arzneimittel“ nachlesen. Alle diese Menschen werden wie Kriminelle behandelt, nur weil sie ihre Krankheiten behandeln möchten oder sich nicht für Alkohol sondern für eine andere Droge entschieden haben. Ist das immernoch fair?

Die beliebteste Antwort auf diese Frage ist dann: „Aber Kiffen ist doch so gefährlich!“ – Dies ist allerdings nicht richtig – Und das kann ich sagen ohne Cannabis zu verharmlosen. Natürlich ist Cannabis nicht ungefährlich, so wie jede andere Droge auch. Allerdings ist sie eben nicht gefährlicher als Alkohol – nach einigen Studien sogar deutlich ungefährlicher als Alkohol. Um dies zu verdeutlichen könnt ihr euch dieses Video mal ansehen in dem Alkohol mit Cannabis verglichen wird.


Im Gegensatz zu Alkohol oder Heroin gibt es bei Cannabis keine realistische Überdosis. Jährlich sterben zwar 40 000 Menschen an den Folgen von Alkohol, jedoch niemand an den direkten Folgen von Cannabiskonsum. Ist die Sache immernoch Fair? Auch ein „nichtkiffer“ sollte doch einmal solidarisch mit seinen „Drogenkollegen“ sein und den Mut haben die Cannabispetition zu unterschreiben, welche eine Entkriminalisierung, wohl gemerkt keine Legalisierung von Cannabiskonsumenten fordert. Schon allein weil die zu erreichenden Unterschriften nicht gleich dazu führen, dass die Konsumenten entkriminalisiert werden, sondern dass endlich wieder in der Politik darüber diskutiert wird.

Wäre es nicht besser Alkohol zu verbieten anstatt Cannabisprodukte zu legalisieren?

Diese Frage ist sehr Leicht zu beantworten, denn so etwas wurde in den USA zwischen 1919 und 1933 in den USA versucht. Dieses Experiment hatte allerdings nicht den gewünschten erfolg. So stieg die Verbrechensrate deutlich an und kriminelle Strukturen bildeten sich.

Aber es muss doch einen Grund haben warum Cannabis verboten wurde?

Ja den gibt es auch – leider ist dies aber nicht auf die Gesundheitlichen Probleme, sondern mal wieder auf die Interessen von großen Konzernen zurück zu führen. So wurde Cannabis wärend der Opiumkonferenzen auf drängen von Chemiekonzernen (Bayer), die Angst um ihre Absatzmärkte für Heroin z.B. in Ägypten hatten, in die Liste der verbotenen Betäubungsmittel aufgenommen, obwohl sich viele Staaten (z.B. Indien) dagegen gewährt hatten.

Das Amerikanische Hanfverbot ist auf Rassismus (denn Cannabis war der Tabak der Armen, Einwanderer und Sklaven, die es zu Unterdrücken galt) und auf die Baumwollindustrie, welche in Faserhanf einen zu starken Konkurrenten sah, zurückzuführen. Ausgetragen wurde der Krieg gegen Hanf vor allem durch Harry J. Anslinger, welcher beispielsweise mit Propagandafilmen für den schlechten Ruf und für das Verbot der Pflanze kämpfte.
Ist die Kriminalisierung von Cannabis immernoch gerecht?

Aber muss man nach einer Legalisierung nicht damit rechnen, dass alle Anfangen zu kiffen?

In den Niederlanden gibt es seit 1976 sogenannte Coffeeshops in denen der Verkauf von Cannabisprodukten (maximal 5 Gramm pro Person) toleriert wird. (Nein auch in den Niederlanden ist Cannabis nicht legal, es wird nur toleriert.) In den Niederlanden ist trotzdem kein Anstieg der Cannabiskonsumenten zu verzeichnen. Die Anzahl der Drogentoten ist durch die Trennung zwischen weichen und harten Drogen sogar gesunken. Früher mussten die Cannabisprodukte beim Dealer gekauft werden, welcher gleichzeitig auch harte Drogen verkaufte. Auch die prozentuale Anzahl der Cannabiskonsumenten in den Niederlanden ist geringer als zum Beispiel in Deutschland oder den USA.

Wenn du auch der Meinung bist, dass es nicht gerecht ist, wie Cannabiskonsumenten in Deutschland behandelt werden, zeichne die Petition zur Entkriminalisierung von Cannabiskonsumenten mit! Du musst auch keine Angst haben, dass du wegen der Mitschrift der Petition verfolgt wirst, denn die Mitzeichnung der Petition ist auf keinen Fall ein Hinweis darauf, dass du Cannbis konsumierst. Außerdem müssen die Daten vertraulich behandelt werden. Dein Name unter der Petition ist auch über Suchmaschienen nicht zu finden, also brauchst du auch keine Angst vor deinem Arbeitgeber, deiner Familie oder sonst irgendjemanden haben. (Außerdem kannst du deine Unterschrift ja auch erklären.) Mehr Informationen dazu gibts auch hier.

Du willst noch mehr zu dem Thema wissen? Ich kann dir die Dokumentation „das Milliarden Dollar Kraut“ empfehlen. Hier werden vor allem die vielen verschieden Anwendungsmöglichkeiten von Hanf in der Industrie  gezeigt.

Außerdem lese ich gerade zwei Bücher, welche ich auch Empfehlen kann:

  • „Von Hanf ist die Rede“ von Hans-Georg Behr
  • „Die Wiederentdeckung der Nutzpflanze Hanf“ von Jack Herer und Mathias Bröckers

Beide Bücher habe ich gebraucht bei Amazon für zusammen etwa 7€ gekauft.

Außerdem gibt es auf Youtube und anderen Videoseiten viele Dokumentationen über Cannabis zu finden. Auch im restlichen Web gibt es jede Menge Dokumente zum Thema.


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Der Welthunger und ich

Unabhängig davon, dass einige Menschen zu glauben scheinen, dass nur in der Weihnachtszeit in der Welt gehungert wird und man deswegen nur in der Adventszeit für irgendwelche Hilfsprogramme die im Televisor gehyped werden spenden, machte ich eine (mir) eher unangenehme Feststellung. Immer öfter bleibt bei unseren Mahlzeiten (aus den verschiedensten Gründen) etwas übrig, was dann meist weg geschmissen wird. Da ich ja immer mal erwähne, dass wir nicht unbedingt ein Ernährungsproblem, sondern viel mehr ein Nahrungsverteilungsproblem auf diesem Planeten haben, finde ich das nicht gut.

Und eben diese Leute die Ihr essen nicht aufessen (so wie ich), sondern wegschmeißen sind auch Teil des Problems. Da ich mich da ein wenig selbst erziehen will und muss, habe ich mir folgendes ausgedacht: Jedes mal wenn ich nicht aufesse, Essen Weg schmeiße oder ähnliches kontraproduktives mache, lege ich 50 Cent in eine Sparbüchse. Dieses Geld wird, wenn genug zusammen gekommen ist, gespendet. Wohin genau weiß ich noch nicht, da ich die ganze Organisationen nicht kenne und nicht weiß welche vertrauenswürdig ist. Bevorzugen würde ich Organisationen, welche denen nicht nur Reis vor die Mäuler werfen, sondern denen beibringen wie die das Zeug anbauen können. Wenn Ihr diesbezüglich einen Tipp habt, wäre ich dankbar. Außerdem denke ich dass, wenn genug zusammen gekommen ist, dies nicht mehr Weihnachtliche Hauptspendezeit ist.

Ich erhoffe mir davon, dass ich ein wenig mehr auf meinen Nahrungsverbrauch achte, und vorher überlege wie viel ich jetzt eigentlich essen will. Und Ja, ich weiß ich mache dass nur um mein Gewissen zu Waschen und spare außerdem noch Geld für Nahrung die ich nicht weg schmeiße. Und Ich hab als reicher Europäer keine Ahnung von Hunger und könnte noch viel mehr tuen.

Aber eventuell schaffe ich mir ja damit ein wenig Bewusstsein dafür. Ich verbiete natürlich keinem meine Ideen nach zu ahmen, zwinge aber auch keinen dazu.

Und Ja, es ist ziemlich dämlich am WeltantiAIDStag über Welthunger zu schreiben…


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