Datensammelmaschiene selber bauen

Ich habe gerade die Blogfunktion von OpenStreetMap endeckt und gleich mal 2 Artikel rein gehackt. Der erste betrifft nur OSM, den Zweiten schmeiße ich hier aber einfach noch mal rein.

Ich habe ja eigentlich wenig mit Hardware Basteleien am Hut. Doch ich habe eine kleine Idee. TomTom und die anderen Kartenanbieter für Navigationssoftware sammeln ihre Daten für Geschwindigkeitsbegrenzungen usw. meines Wissens nach vollautomatisch mit Streetview ähnlichen Autos mit vielen Kameras.

Tom Tom Kamera Auto

Tom Tom Kamera Auto (Bildquelle)

Warum bastelt man sich nicht was ähnliches um die OpenStreetMap-Daten zu verbessern. Natürlich nicht so riesig und aufwändig – Ich denke da eher an eine kleine Kiste, die man sich irgendwo in die Ecke der Windschutzscheibe klebt. Als Grundlage würde sicher ein Rasberry Pi genügen. Der nimmt wenig Strom und sollte genügend Leistung haben um Bilderkennung zu können. Außerdem ist er schön klein. Jetzt noch ein günstiges GPS-Modul und eine Webcam mit etwas besserer Auflösung und ausreichender Framerate.

Jetzt bräuchte man eine Software die erstmal die wichtigsten Verkehrsschilder, wie Geschwindigkeitsbeschränkungen und Abbiegebeschränkungen erkennt. Von diesen Schildern wird jetzt einfach ein Bild gemacht und zusammen mit den GPS-Koordinaten gespeichert.

Jetzt bräuchte man noch eine Plattform, auf die man diese Bilder hochladen kann und sie dann auf einer Karte angezeigt werden können. Von einer Automatischen Verarbeitung und Eintragung der Daten halte ich noch nicht viel, da es ja auch Temporäre Geschwindigkeitsbegrenzungen und Baustellen oder ähnliches gibt. Ob man die Daten jetzt selber einträgt, oder das anderen Mappen überlässt kann dann jeder selber entscheiden. Oft sind solche Bilddaten ja auch zur Überprüfung komplizierter Kreuzungen hilfreich.

Wenn man jetzt noch ein WLAN-Modul in das kleine Gerät mit einbaut, könnten die Bilder auch automatisch hochgeladen werden, sobald ein offenes WLAN oder ein heimisches Netzwerk in Reichweite ist. Dann könnte man dieses Gerät z.B. auch einfach dem Bekannten, der beruflich den ganzen Tag Auto fährt in sein Fahrzeug einbauen.

Ich denke, dass sich solch ein Gerät für unter 100€ bauen lässt. Softwareseitig könnte man sicher die Bilderkennungssoftware/Framework OpenCV benutzen. (Ist das erste was ich gefunden habe. Vielleicht gibt es ja für diesen Anwendungsfall etwas besseres.) Vorerst müsste man ja nur rote Ringe mit weißem inneren (Geschwindigkeitsbegrenzungen) und blaue Kreise (Abbiegebeschränkungen) erkennen.